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Pfarre Lanzenkirchen

Der gesamte Text der Enzyklika im Original (dt.Übersetzung)

Neue Serie im Pfarrblatt über die Enzyklika (beginnend mit der Nr. 03-2015)

 

Die erste Neugier ist gestillt, die Enzyklika zumindest in Ansätzen gelesen – können wir jetzt wieder zur Tagesordnung übergehen? Nein, sagt Franziskus, im Gegenteil! So wie bisher soll es eben nicht weitergehen.

Das „gemeinsame Haus“ der Schöpfung ist ernsthaft beschädigt. Franziskus appelliert, uns anrühren zu lassen von der Not, die Mensch und Natur trifft. „Wir sind stumme Zeugen tiefsten Unrechts“, hält er uns vor. Die Zerstörung der Ökosysteme, der Klimawandel, der Verlust so vieler Arten, die Wasserverschmutzung, Hunger und Armut von Milliarden Brüdern und Schwestern fordern eine „ökologische Umkehr“ von uns allen.

Die Bewahrung der Schöpfung sei kein „Beiwerk“, sondern gehöre in die Herzmitte unseres Glaubens. Erster Schritt dazu: Eine Gewissenserforschung über unsere „Beziehung zu den Geschöpfen und der Natur“. Das bedeutet auch ein Hinterfragen, woher unsere Nahrungsmittel kommen, wie unsere Flüge die Umwelt zerstören, unter welchen Bedingungen unsere billigen Kleider entstanden sind und so weiter…

Zweiter Schritt: Einen neuen Lebensstil einüben. Von der allgemeinen Empfehlung, „entschleunigter zu leben, genügsamer zu werden“, geht Franziskus über zu ganz konkreten Schritten, die von Müllvermeiden, über Strom sparen und dem achtsamen Umgang mit Nahrungsmitteln bis zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln reichen.

Drittens: Die Welt braucht neue Menschen! Franziskus traut uns das Gute zu. Wenn wir unsere Selbstbezogenheit durchbrechen, wird es allen besser gehen. Dann entsprechen wir unserer von Gott gegebenen Würde und unserer besonderen Verantwortung.

 

Hemma Opis-Pieber, Sprecherin der kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs